CSS Sucks

Ich habe heute eines meiner altehrwürdigen Prinzipien gebrochen und mein Blogdesign mit Bootstrap auf einen etwas moderneren Stand gebracht.

Warum das Design dann immernoch total verkackt aussieht, ist primär zwei Dingen geschuldet:

1.) Ich habe keinen blassen Schimmer von Webdesign

Ehrlich nicht. Das letzte mal hab ich mich zu Schulzeiten mit Websites befasst. Und das ist schon ne Weile her. Damals wurde man noch nicht geschlagen, wenn man Frames benutzt hat. (Zumindest nicht auf dem Dorf. Da wurde man für andere Sachen verhauen.) Damit meine ich natürlich noch echte Frames, nicht die 1x1 Pixel großen iFrames, mit denen ihr bei muttis-backrezepte.net heimlich pr0n-Werbung mitladen lasst um nebenbei noch Reibach zu machen.

So richtig der King war man damals, wenn man sich von irgendeiner dubiosen Seite eine Linkliste in Flash hat erstellen lassen. So richtig mit Effekten und Animation und dem ganzen Ranz, bei dem einem heutzutage schlecht wird. (Und das zurecht)

Auch bin ich ein Fan von schlichteren Designs ohne viel Bloat drumherum. Mein altes Serendipity-Theme fand ich damals recht schick, weswegen ich auch Teile davon gebutchert habe.

So hat man natürlich auch den Vorteil, dass simplere Seiten sich besser maschinell einlesen lassen, was u.a. auch der Barrierefreiheit dienlich sein. Einfaches HTML lässt sich ohne größere Probleme beispielsweise von einem entsprechenden Text2Speech-Parser übersetzen. Mit tausenden, fancy JavaScript-Animationen oder -Gott bewahre- Flash stell ich mir das ganze nicht so einfach vor.

2.) CSS ist kacke

CSS an sich ist ja schon für viele der totale Terror. Ich hab noch nie erlebt, wie sich eine maschinenlesbare Sprache so nichtdeterministisch verhalten kann, wie CSS es tut. Man will irgendeinen Abstand zwischen zwei Elementen anpassen, hat es fast soweit, dass es schick aussieht, ändert einen Wert noch einmal leicht und das ganze Design ist auf einmal kaputt. Wer schlau ist, hat sich natürlich den alten Wert gemerkt und setzt ihn wieder zurück, aber da macht einem CSS einen Strich durch die Rechnung und macht alles einfach noch viel kaputter. Wie das gehen soll, entzieht sich meinen begrenzten, naturwissenschaftlichen Kenntnissen.

Zusammen mit Bootstrap wird das ganze natürlich nochmal eine Runde lustiger, da Bootstrap zu jedem denkbaren HTML-Element, bereits irgendwelche Defaults festgelegt hat, die mann dann estmal mühsam raussuchen und abändern darf. Und dabei sollte Bootstrap einem die Arbeit doch leichter machen...

Vielleicht (mit ziemlicher Sicherheit) bin ich auch einfach zu blöd für die ganze Geschichte und CSS und Bootstrap sind die Offenbarung für die Sie so oft angepriesen werden. Ich bin atm erstmal froh, dass ich das ganze hinter mich gebracht habe, ohne jemandem ernsthaft Schaden zuzufügen (Sorry Konrad ;)

Wer mehr solcher Rants lesen will, darf übrigens gespannt sein. Ich hab zusammen mit dem guten Flipez ein kleines Programmierprojekt gestartet.

Ziel ist es, innerhalb eines Jahres eine kleine Blogengine mit Ruby-on-Rails zu erstellen und so wie sich die Sache jetzt entwickelt, werden da noch einige Rants bei rauskommen.

Achja... Das für Bootstrap notwendige jQuery lade ich von https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.11.3/jquery.min.js herunter. Wer also klugerweise einen restriktiven JS-Filter nutzt, sollte evtl. diese Seite davon ausnehmen, ansonsten explodiert hier alles. Vllt passiert aber auch einfach nix. Probierts aus.

In diesem Sinne,

Happy Hacking

Nyo


2015-07-08 22:37 blog allgemein python flask css bootstrap framework javascript